Commons unterwandern die Krise des Reproduktiven

CommonsBlog

Drei Thesen zu Commoning als Strategie der Armutsvermeidung.

3. Commons vermitteln soziale Sicherheit und unterwandern die Krise des Reproduktiven

Aus Commons- wie aus Care-Perspektive liegt die Kritik an der Eindimensionalität des vorherrschenden Ökonomieverständnisses auf der Hand. Darin wird nur ‘Wirtschaft’ genannt, was marktgängig ist. Unbezahlte Tätigkeiten (etwa Sorgearbeit und Schenkökonomie) sowie Leistungen der außermenschlichen Natur gelten als wertlos und lediglich „reproduktiv“, obwohl sie die Grundlagen allen Wirtschaftens sind. Seit Jahrzehnten kritisiert feministische Ökonomik kritisiert die Trennung in Produktion und Reproduktion, in Marktökonomie und Versorgungsökonomie samt der in sie eingeschriebenen Geschlechterhierarchien. Denn hier wird alles „Reproduktive“ (und damit meist das weibliche Tätigsein) abgewertet und unsichtbar gemacht. Das wiederum ist für die sorglose Ausnutzung des derart Abgespaltenen mitverantwortlich.

Feministische Ökonominnen sehen darin die gemeinsame Ursache der aktuellen sozialen und ökologischen Krisen, die mithin Ausdruck ein und derselben Krise sind: der Krise des „Reproduktiven“ (z. B. Biesecker/Hofmeister 2006).

Dabei ist das „Reproduktive“…

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