Die Süddeutsche: systemisches Nichterkennen

Kapitalismus und Faschismus

Exportabel

Zwei Texte aus der Süddeutschen Zeitung von kürzlich, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben. Auf den zweiten Blick schon.

1. Stefan Ulrich schreibt über die Wahlerfolge von Marine LePen, die er Madame nennt:

Ist Madame noch zu stoppen? Präsident Hollande scheint einzusehen, dass er Farbe bekennen und Frankreich modernisieren muss, auch wenn sich ein Teil der Linken abwendet und ihm weitere Niederlagen in diesem Jahr drohen. Wenn er jetzt eine kleinere, schlagkräftige Regierung bildet und das Reformtempo steigert, könnte er einen Aufschwung seines Landes bis zur Präsidentschaftswahl 2017 schaffen. Versagt er dagegen, werden noch mehr Franzosen nach einer anderen Lösung suchen. Madame wartet darauf.

Zum einen das übliche neoliberale Geschwätz. Farbe bekennen, modernisieren, Reformen, Aufschwung. Unglaublich, dass eine als seriös geltende Zeitung diese Begriffe immer noch verwendet, obwohl sie komplett desavouiert sind. Es erinnert an den antifaschistischen Schutzwall, an dem die DDR-Offiziellen bis 1989 festhielten. Vermutlich glauben aber immer…

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